Das haben wir davon …

Das haben wir davon …

Das haben wir nun davon …

Was für eine Ehre! Weil es bei uns immer so lecker schmeckt, dürfen wir das Buffet für unsere Nachbarn zur Taufe des Jüngsten planen. Wir freuen uns und geben alles! Aber natürlich: Keine Experimente! Also, nur gut bekannte Rezepte, bei denen nichts schief gehen kann. Tatsächlich ist das Meiste auch schon auf dieser Website erschienen, nur einige Rezepte mussten wir ergänzen. Und hoffen auf zahlreiche Besucher der Taufe, die etwas nachkochen wollen …

Das Buffet

Dipsi, Dipsi, Du …

Dipsi, Dipsi, Du …

Dipsi, Dipsi, Du …

Das älteste, geerbte Kochbuch meiner Oma ist schon arg mitgenommen. Regelmäßig schaue ich rein, um zu gucken, ob man früher nicht besser gekocht hat. Ich glaube eher, das Gegenteil ist der Fall. Zumindest dieses Kochbuch, dass die deutsche Hausfrau und Ihre Kochkunst wohl auf die Entbehrungen eines Krieg vorbereiten sollen, ist den Rezepten nach zu Urteilen keine Offenbarung. Schon die Rezeptnamen lassen einen zögern: Die bei uns bekannte Sauce Hollandaise heißt dort „Holländische Tunke“. Tunke? Das kann doch gar nicht schmecken. Die Verwendung wird übrigens nicht empfohlen, da zu viele Eier verschwendet werden. Hier drei Beispiele für die vorzügliche Verschwendung von Eiern und Sahne!
Die ZDF-Küchenschlacht – Dabei sein ist alles!

Die ZDF-Küchenschlacht – Dabei sein ist alles!

Die ZDF-Küchenschlacht – Dabei sein ist alles!

Die Küchenschlacht, die Schlacht der Hobbyköche in der Küche. Schiedsrichter ist ein Sternekoch. Jeder dort gibt sein Bestes damit die Hobbyköche mit guter Laune kochen können. Plötzlich kocht man 35 Minuten lang vor 100 Zuschauern, die sich freuen und klatschen. Kaum zu glauben, aber das macht Spaß und gute Laune! Jeder Schieri-Koch muss seine eigene Linie finden und hat die undankbare Aufgabe ein Gericht raus zu wählen. Aber was tut man nicht alles für Ruhm und Geld. Ich glaube, dass Hobby-Essen schmeckt denen eh nur bedingt. Also, entscheidet man mit wieviel Aufwand gekocht wurde oder wie es angerichtet ist oder auch, ob dass serviert wurde, was auf der Karte drauf steht. Da kommen dann die Rinderfiletstreifen in Verruf, weil es eigentlich Scheiben sind.

So perfektionistisch sind wir von der Familienkantine natürlich nicht unterwegs und auch wenn wir uns Mühe geben, dass es nicht ganz schrecklich aussieht, ist unsere Devise: Hauptsache es schmeckt!

Leider konnte ich jetzt gar nicht alle Gerichte kochen, insbesondere der Rehrücken ist ein Gedicht und gelingt ganz leicht!

Hier findet Ihr meine Gerichte der Küchenschlacht:

Pastrami selber machen

Pastrami selber machen

Pastrami selber machen

Irgendwie verkaufen die im Supermarkt ja nie die richtigen Größen. Von fast allen Gewürzen bleibt bei mir immer was übrig und nie weiß ich, was ich damit machen soll. In diesem Fall ist von irgendeinem Oktoberfestrezept ein 10kg Eimer Pökelsalz übrig geblieben. Nun stellt sich die Frage, was macht man mit 9,95kg Pökelsalz? Mein weit gereister Schwiegervater hatte die Antwort: Pastrami! Pastrami ist ein wunderbarer Aufschnitt, den schon Joey aus Friends als seine Lieblingszutat bei einem Sandwich benannte. Er wird aus Rindfleisch (Rinderbrust oder Tafelspitz) gemacht, ist wahrscheinlich über rumänische Einwanderer in der USA bekannt und zu recht sehr beliebt geworden. Das Fleisch wird gepökelt, gewässert, geräuchert und gewürzt. In einigen Rezepten zusätzlich auch gekocht, das probiere ich das nächste Mal aus. Wenn es lecker ist, dann sag ich Bescheid.

Zunächst müsst Ihr beim Schlachter nach einem schönen Stück Rindfleisch schauen. Mit den richtigen Zutaten, kann man auch nur gut kochen. Das Rindfleisch sollte eine schöne Maserung haben und von einem glücklichen Rind von der Weide kommen. Dann entweder ein Bruststück oder ein Stück Tafelspitz von etwa 2 kg kaufen. Ich habe bei einem Flankstück aus der Rinderbrust zugeschlagen.

1. Pökeln & Wässern

  • 80g Pökelsalz
  • 100g Roh-Rohrzucker
  • 40g frisch zerstossener, schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Koriandersaat
  • 2 EL Knoblauchpulver
  • 1TL Ingwerpulver

Das Fleisch muss von grobem Fettlappen befreit werden, kleinere Reste schaden nicht. Dann alle Gewürze vermischen und das Fleisch damit einreiben. Wer einen Vakuumirrer sein eigen nennt, kann ihn jetzt benutzen. Es reicht aber auch das Fleisch in einer Schale kühl (4°-6°) zu lagern. Einmal täglich umdrehen und 3-4 Tage liegen lassen.

Das Fleisch hat jetzt eine deutlich festere Konsistenz: das Salz hat das Wasser aus dem Fleisch gezogen. Da es jetzt so zu salzig wäre, wird das Fleisch nun gereinigt und dreißig Minuten gewässert, dann Wasser abgießen und noch mal dreißig Minuten mit frischem Wasser abgießen.

2. Würzen & Räuchern

  • 4 EL grob zerstossener, schwarzer Pfeffer
  • 1 EL grob zerstossener, rosa Pfeffer
  • 1 EL grob zerstossene Koriandersaat
  • 1 EL Kräuter der Provence
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Ingwerpulver

Alle Gewürze vermischen und auf das Fleisch auftragen. Den Grill für das Räuchern vorbereiten. Das Fleisch circa 3 Stunden bei 100°C räuchern, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 68°C hat. Ein oder zwei Grad weniger macht nichts. Zur Kontrolle empfiehlt sich ein Fleischthermometer.

Im Prinzig ist das Pastrami jetzt fertig. Ich habe es noch einmal in Frischhaltefolie eingewickelt und 2 Tage im Kühlschrank liegen lassen. Noch besser, wenn man einen Vakuumierer sein eigen nennt und ihn nochmals verwendet.

Dann dünn aufschneiden und ein leckeres Pastrami-Sandwich machen…

 

Lieblings-Tapas-Auswahl

Lieblings-Tapas-Auswahl

Lieblings-Tapas-Auswahl

Alle Jahre wieder feiert meine bessere Hälfte Geburtstag und wünscht sich Tapas. Ein Weg auch im Januar etwas spanische Sonne zu fühlen – auch wenn man sie nicht sieht.

In Gedanken stehe ich dann wieder in der kleinen Bar in Léon und trinke das nächste Glas Rotwein ja eigentlich nur noch, um die nächste Kleinigkeit genießen zu können. Für alle die Tapas noch nicht kennen: In Spanien gibt es häufig zu jedem Getränk eine Kleinigkeit zu essen dazu. Das können Oliven sein oder Migas (knusprig gebratene Brotwürfel) oder eingelegte Paprika oder Tortilla oder, oder… Ursprünglich wollte ich nur ein Glas Wein trinken bevor ich mir ein Restaurant suche, dann musste ich feststellen, dass ich eine super Bar mit tollen Tapas erwischt hatte und bin einfach geblieben. Auch vorteilhaft war für mich, dass ich an deutsche Esszeit gewöhnt bin/war. Heißt während der Spanier sich noch auf den Abend vorbereitet hat, um dann so gegen 23 Uhr loszugehen, stand ich schon in der Bar und konnte sozusagen ein Handtuch auf die besten Plätze werfen. 🙂

Zuhause angekommen musste ich dann ein wenig Recherche betreiben, um die für mich leckersten Sachen als Rezept wieder zu finden und an das Erlebte anzupassen. Das schöne ist, ein einfaches Tapas Buffett ist schnell gezaubert. Man hat selber die Wahl es so aufwändig zu machen, wie man möchte. Nach oben hin ist die Skala offen…

Bei uns gab es als Geburtstagstapas:

  • Gerauchte Mandeln
  • Kapernäpfel
  • eine Auswahl an grünen und schwarzen Oliven
  • Serranoschinken
  • Chorizo
  • Aioli
  • Weißbrot

Schon lecker und da haben wir noch nicht gekocht! Eigentlich fehlt noch ein schöner Manchego-Käse, da habe ich aber leider keinen gefunden. Hier fünf unserer Lieblingstapas zum nachkochen:

Tomatensalat
Lammkoteletts
Spanisches Omelette
Pulpo galizische Art
Orangen-Kabeljausalat
Bunte Mini-Omelettes

Bunte Mini-Omelettes

Kochen mit Kindern

Bunte Mini-Omelettes

An einem Samstag im Winter – ich bin mit den Kindern seit drei Tagen allein, der Koch der Familie ist ausgeflogen. Das stellt eine Kochlegasthenikerin wie mich auf eine harte Probe, denn die Kinder müssen essen und schreien gefühlt jede Stunde „Huuunnnggeeerrr“.

Schon länger will ich mal dieses Rezept ausprobieren, einfach und ohne viel Aufwand. Mini Omelettes aus der Muffinform. Mit Rezepten aus dem Internet ist es ja immer so eine Sache, die sehen super lecker aus, die Fotos perfekt fotografiert, so dass mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Doch letztendlich zählt am Ende nur eins – es muss schmecken – mir und den Kindern!

Also ran ans Werk – Zutaten gekauft und den Kindern Schürzen verpasst. Keine Frage, Spaß haben die Mäuse dabei, sogar die ungeliebte Aufgabe des Kleinschnippelns bleibt mir erspart. Die Eier-Milch-Mischung bereite ich lieber ohne die Kids vor. Die größte Freude bereitet den Kindern unbestritten, das Zusammenstellen der einzelnen Omeletts – Zucchini, Mais, Champignons, Möhren, Schafskäse und Schinkenwürfel, bunt gemischt, jeder wie er mag. Mit der Eier-Milch-Mischung auffüllen und Parmesan drüber gestreut – ab in den Ofen.

 

Nach 20 Minuten ist es dann fertig, das bunte Omlette-Meisterwerk. „Oh sieht das lecker aus“, meint die Kleine. Verputzt haben die beiden jeweils drei der Mini-Omelettes – mehr ist aber auch nicht zu schaffen, auch nicht von mir. Und ich muss sagen, es ist wirklich lecker, ein bunter Gemüsemix nach jedem Geschmack. Hat sich auf jeden Fall gelohnt, dieses Rezept aus dem Internet auszuprobieren.

Und das Beste daran ist, das wohl größte Lob für mich als Nicht-Koch-Mama:

„Mama, wenn du mal im Urlaub bist, dann sagen wir Papa, das er das auch mal mit uns kochen soll“ <3

 

 

 

Zutaten

  • 6 Eier
  • 100 ml Milch
  • Salz/Pfeffer
  • Allerlei kleingeschnittenes Gemüse(Champignons, Möhren, Zuchinis, Paprika usw.)
  • Schinkenwürfel
  • evtl. Schafskäse
  • Parmesan