Sauerkraut selber machen

Sauerkraut selber machen

Sauerkraut selbst machen

O.k., zugegeben, das macht schon ein bißchen Arbeit. Außerdem guckt mich der Gemüseverkäufer jedesmal komisch an, wenn ich drei Weißkohlköpfe haben will. Aber einmal im Jahr (so ab Oktober/November – wenn es draußen kalt genug ist) mach ich Sauerkraut selbst und ich freu mich drauf. Und man hat unglaublich viele Möglichkeiten, sein persönliches Sauerkraut anders zu machen. Z.B. in dem man einen Weißkohlkopf durch Rotkohl ersetzt. Oder Dill hinzufügt. Oder Kümmel. Oder,…

Bevor ich es das erste Mal gemacht habe, hab ich unglaublich viel gelesen darüber, was alles schief gehen und dass es überall schimmelt und so. Tatsächlich ist das nie passiert und ich sage einfach mal, Sauerkraut zu machen ist arbeitsintensiv aber einfach! Und so geht‘s:

Ausrüstung:

  • 1 Gärtopf
  • 1 Stampfer
  • 1 Sauerkrauthobel

Zutaten:

  • 3 Weißkohlköpfe
  • 250ml Buttermilch
  • 2 Liter Salzwasser: Auf einen Liter Wasser 10g Salz geben und aufkochen und gut abkühlen lassen. Wenn das Wasser zu heiß ist, dann tötet es die Milchsäurebakterien, die für die Gärung verantwortlich sind.

optional:

  • 2 Äpfel, geschält, entkernt und klein geschnitten
  • 1 Bund Dill
  • 1 Tasse Kümmel
  • 1 Rotkohlkopf anstelle eines Weißkohlkopfes
Alle Gegenstände, die benutzt werden sollen müssen gut gereinigt werden. Dabei sind Geschirrspülmittel eher nicht geeignet, da Rückst.nde die Milchsäurebakterien stören bzw. töten. Am besten benutzt man abgekochtes, heißes Wasser.

Dann die äußeren Blätter von den Kohlköpfen entfernen und bei Seite legen. Die Köpfe halbieren und den Strunk entfernen. Auf einer Reibe oder mit Hilfe einer Küchenmaschine in Streifen hobeln. In einer großen Schüssel (ich nehme meistens einen Wäschekorb) die Streifen mit der Buttermilch und den optionalen Zutaten vermischen. Ein Lage Krautstreifen in den Gärtopf geben, etwas Salzwasser hinzu und dann stampfen bis etwas Flüssigkeit aus dem Kraut tritt. Dann die nächste Lage hinzu geben und wieder stampfen.

 

Das ganze Wiederholen, bis 3/4 vom Topf gefüllt sind oder das Kraut verbraucht ist. Mit den äußeren Kohlkopfblättern abdecken und die Beschwerungssteine drauf legen (werden beim Gärtopf in der Regel mitgeliefert). Mit Salzwasser auffüllen bis die Steine unter Wasser sind. Deckel drauf und die Rand vom Gärtopf mit dem Salzwasser auffüllen. Um die Gärung zu starten wird der Topf zunächst eine Woche bei Zimmertemperatur irgendwo gelagert. Es fängt an lustig „Blubb“ zu machen und die Vorfreude auf frisches Sauerkraut fängt an. Nach einer Woche schaffe ich den Topf ins Kühle, also entweder in den Keller oder auf die Terrasse oder ähnliches. Die Temperatur sollte so zwischen 5° und 12° sein.

Schwankungen sind normal und machen wenig aus. Die Milchsäurebakterien überleben selbst mal einen kleinen Frost. Auf jeden Fall noch mal drei Wochen warten. Regelmäßig kontrollieren, ob der Rand vom Gärtopf noch mit Salzwasser gefüllt ist und wenn notwendig nachgießen. Anschließend genießen und z.B. eine Sauerkrauttarte machen…

Eier in pikanter Tomatensauce

Eier in pikanter Tomatensauce

Eier in pikanter Tomatensauce

Dieses Rezept ist super simpel, lecker, reagiert flexibel auf den Inhalt Ihres Kühl- und Gewürzschrankes und ist in den meisten Varianten kindgerecht. Wir machen das gerne, um unser tägliches Abendbrot etwas aufzuwerten und stellen dann in die Mitte des Tisches eine schöne, gusseiserne Pfanne mit den in der Tomatensauce dampfenden Eiern! Die Tomatensauce können Sie so aufwerten, wie Sie es wollen! Also vielleicht Zwiebeln weglassen, dafür eine Karotte oder Sellerie gewürfelt mit kochen lassen? Super! Oder wie wäre es mit einer Dose Thunfisch und Erbsen? Klasse, ist was ganz anderes! Probieren Sie es selber aus, hier hat Kreativität Vorfahrt!

Zutaten

  • 1 Dose stückige Tomaten (oder wer Zeit hat, der macht sich das Concassee aus frischen, enthäuteten Tomaten)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Ei pro Person, bei hungrigen auch 2
  • Salz, Zucker, Pfeffer, Olivenöl

Zutaten optional

  • 1 Chili, kleingeschnitten und entkernt sorgt sie für Schärfe
  • 1 Bund Basilikum klein geschnitten
  • 1 Bund Oregano klein geschnitten
  • 50g gehobelter Parmesan (zum Abschluss über die Eier verstreuen)
  • 1 Dose Thunfisch
  • 100g tiefgefrorene Erbsen
  • 1-2 EL Baharat (Gewürz aus dem arabischen Raum, es gibt unzählige Varianten, schmeckt dann wunderbar orientalisch)

Die Zwiebel und den Knoblauch enthäuten und kleingehackt bereit stellen. Das Tomatenmark in eine schöne Pfanne geben und zusammen mit dem Olivenöl anrösten: Es entstehen leckere Röstaromen, die wichtig sind für den späteren Geschmack! Dann die Zwiebel und den Knoblauch kurz mit anbraten. Sie sollen aber nicht braun werden, lediglich etwas glasig. Dann kommen die stückigen Tomaten hinzu. Die Dose spüle ich meistens mit Rotwein aus und kippe es mit in die Pfanne. Das geht natürlich auch mit Wasser, macht aber weniger Spaß! Nun noch eine kleine Priese Zucker, Pfeffer und salzen. Jetzt könnten auch optionale Zutaten hinzu kommen. Baharat z.B. Oder Chili, Basilikum und Oregano. Oder Thunfisch und Erbsen. Nochmal umrühren und 20 Minuten kochen lassen. Dann mit dem Löffel eine Kuhle pro Ei in die Tomatensauce drücken, die Eier aufschlagen und in die Kuhle gleiten lassen. Wer jetzt denkt, die Eier sind in 8 Minuten fertig hat sich geirrt. Ab jetzt dauert es bei mir immer noch mal 20 Minuten. Dann kann man noch Parmesanhobel rüber streuen. Guten Appetit!

 

Das haben wir davon …

Das haben wir davon …

Das haben wir nun davon …

Was für eine Ehre! Weil es bei uns immer so lecker schmeckt, dürfen wir das Buffet für unsere Nachbarn zur Taufe des Jüngsten planen. Wir freuen uns und geben alles! Aber natürlich: Keine Experimente! Also, nur gut bekannte Rezepte, bei denen nichts schief gehen kann. Tatsächlich ist das Meiste auch schon auf dieser Website erschienen, nur einige Rezepte mussten wir ergänzen. Und hoffen auf zahlreiche Besucher der Taufe, die etwas nachkochen wollen …

Das Buffet

Brombeer Fool

Brombeer Fool

Brombeer Fool

Fool? Wieso eigentlich fool? Mein Englisch-Lehrer sagte immer: „Why, you fool?“ Und er meinte bestimmt nicht: „Warum, Du leckeres Desserts?“ Also, keine Ahnung, warum dies hier nun Brombeer-Dummkopf heißt, es ist aber vor allem lecker und super einfach.

  • 500g Sahne
  • 500g Quark
  • 80g Zucker
  • 250g Waldbeeren
  • 50g Puderzucker
  • 100g Amarettini

Die Sahne steif schlagen. Dafür muss die Sahne kalt und daher frisch aus dem Kühlschrank sein! Der Zucker wird nach und nach eingerieselt bevor die Sahne steif wird aber nachdem sie flüssig ist. Wenn der Zucker zu früh zur Sahne kommt, dann wird die Sahne nicht steif. Wenn der Zucker zu spät zur Sahne kommt, dann löst er sich nicht auf und knirscht zwischen den Zähnen. Also, der Mittelweg ist der Beste. Dann wird die Sahne unter den Quark gehoben. Die Amarettini mit dem Küchenhammer zerkrümmeln. Die Waldbeeren mit dem Puderzucker mit dem Stabmixer pürieren. Nun wird alles nacheinander in einem Glas geschichtet: Zuerst Sahne-Quark, dann Waldbeeren-Mix, dann Amarettini-Brösel. Das ganze mindestens zweimal, fertig!

 

Lachs – selbst gebeizt!

Lachs – selbst gebeizt!

Lachs – selbst gebeizt!

Es gibt Sachen, da kommt man erst gar nicht darauf, dass man sie selber machen könnte. Sauerkraut zum Beispiel. Oder Graved Lachs. Dabei ist beides ganz einfach. Heute soll es der selbst gebeizte Lachs sein. Der macht auch ordentlich was her, z.B. für eine schöne Familienfeier. Allerdings braucht man eine Menge Platz im Kühlschrank. Der sollte am besten so auf 4°C herunter geregelt sein.

  • 1 Lachsseite von so ungefähr 1,5 bis 2 kg schwer
  • Zucker und Salz im Verhältnis 3:2, also so 90g Zucker und 60g Salz
  • 1 Bund Dill
  • 1 kleines Stück geriebener Ingwer
  • 2 große Knollen frische rote Beete
  • 1 TL Piment
  • 2 EL zerstoßene Wacholderbeeren

Vor mir liegt eine majestätische Hälfte eines Lachses auf der größten (Keramik-)Platte des Hauses. Am besten einer, der noch wild durch Schottlands Flüsse durfte. Ansonsten wenigstens einer aus den norwegischen Bio-Laboren. Daneben ist eine Schüssel, in der Zucker und Salz wie oben beschrieben zusammen mit Piment und den Wacholderbeeren vermischt wurde. Die rote Beete und der Ingwer ist grob gerieben und der Dill klein gehackt.

Alsdann verteile ich zuerst die Zucker-Mischung, dann den Dill und den Ingwer und zum Schluss die rote Beete auf den Lachs. Das war‘s schon fast. Nur noch mit Frischhaltefolie gründlich und möglichst ohne Luft einpacken, mit einem Teller oder Kochbuch beschweren und ab in den Kühlschrank damit. Am besten für 4-5 Tage, wenigstens jedoch für 3.

Anschließend nur noch dünn aufschneiden und mit Brot, Honig-Senf-Sauce und Meerrettich-Sauce servieren. Der Lachs ist zart und lecker. Die rote Beete hat ihn verführerisch rot gefärbt. Ein Fest für Auge und Gaumen…