Pfannenpizza

Pfannenpizza

Pfannenpizza

Nichts geht über eine traditionelle, italienische Holzofenpizza, die bei 485°C innerhalb weniger Momente einem kulinarischen Höhepunkt entgegen schmurgelt. Am anderen Ende dieser Skala befindet sich die Tiefkühlpizza. Als verantwortungsbewusster Familienkoch gilt es nun eine pizzahungerstillende Variante zu finden, die nicht den Bau eines Holzofens voraussetzt und trotzdem neben den Kalorien auch ein paar Nährstoffe enthält. Der Teig dieser Variante lässt sich wunderbar vorbereiten und über die Woche im Kühlschrank aufbewahren. Er wird dadurch nur noch besser! Der Belag findet sich und sind meist die Reste, die schon bald wegmüssen: Gekochtes Gemüse, Käsereste, Salami, die wir mal wieder zu viel eingekauft haben, …

Pizzateig für Pfannenpizzen

  • 400g Weizenmehl
  • 100g Grieß
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Salz
  • 1 Päckchen Hefe/ein halber Würfel frische Hefe
  • 250ml warmes Wasser
  • 1 Schuss Olivenöl

Pizzabelag

  • 1 Dose stückige Tomaten
  • Geriebener Käse, Sorte und Menge nach Belieben
  • Neutrales Öl
  • Salz, Zucker
  • was der Kühlschrank hergibt, Salami, gebratener grüner Spargel, gekochter Spinat, Gorgonzola, Mozzarella, Schinken, Champignons, Mais, Paprika, Ananas, … oder eben Margaritha.

 

Das besondere bei der Pfannenpizza ist, dass der Teig zunächst auf der Kochplatte vorgebacken wird und dann im Ofen quasi nur noch der Belag fertig gebacken wird. Also brauchen wir Beides: Kochplatte und Ofen. Der Ofen sollte wenn die Pizza rein geht schon auf Betriebstemperatur sein, also rechtzeitig anmachen. Meiner braucht etwa 30 Minuten, dann hat er seine Höchsttemperatur (250°C) erreicht.

Für den Teig alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken 15 Minuten lang durchkneten lassen. Den Teig in zwei gleiche Teile aufteilen und separat im Kühlschrank mindestens 8 Stunden bis zu einer Woche abgedeckt aufbewahren. Bei Pizzahunger dann rausholen und etwa pfannengroß mit dem Nudelholz auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Etwas Öl in die Pfanne geben und mit einem Küchentuch dünn verteilen. Jetzt kann der Teig schon mal in die Pfanne. Wenn er da jetzt noch ein wenig gehen darf, umso besser. Die Dose stückige Tomaten mit etwas Salz und Zucker pürieren und dünn über die Pizza geben. Jetzt die Pizza nach Herzenslust belegen und mit geriebenem Käse bestreuen. Auf der Kochplatte bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten den Teig vorbacken. Wenn es verbrannt riecht, dann die Temperatur runter drehen. Wenn nix passiert, ist die Platte wohl zu kalt. Anschließend noch mal 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen.

Bei großem Pizzahunger reichen die sich aus der Mengenangabe resultierenden drei Pizzateige gerade mal eben, um eine vierköpfige Familie satt zu kriegen.

Asiatischer Nudelsalat

Asiatischer Nudelsalat

Asiatischer Nudelsalat

In einem Haushalt mit zwei kleinen Kindern fallen regelmäßig Nudelreste an. Am besten sammelt man ein paar Rezepte zur weiteren Verwertung:

  • 1 gelbe Paprika
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g Cocktailtomaten
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 150g chinesische Eiernudeln
  • 1 Teelöffel schwarzer Sesam
  • Sojasauce, Sesamöl, Reisessig, Salz

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und kalt werden lassen oder die Reste von gestern aus dem Kühlschrank nehmen und in eine Schüssel geben. Vom grünen Spargel die Enden abschneiden, in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Pfanne bissfest in etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze braten und ebenfalls abkühlen lassen. Die Cocktailtomaten vierteln, die Paprika in Streifen schneiden und die Frühlingszwiebeln fein hacken. Alles zusammen in die Schüssel geben. Dann etwa 2 Esslöffel Sojasauce, 2-3 Esslöffel Sesamöl, einen kleinen Spritzer Reisessig und eine Prise Salz hinzugeben. Die Knoblauchzehe durch die Presse in den Salat drücken, den Sesam hinzugeben und alles umrühren und durchziehen lassen.

Das besondere an diesem Nudelsalat ist die Schärfe des Knoblauchs in Verbindung mit dem nussigen Sesamöl: einfach und lecker!

 

Spaghetti mit Pilzragout

Spaghetti mit Pilzragout

Spaghetti mit Pilzragout

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Unsere beiden kleinen Mäuse essen vieles, aber längst nicht alles. Die Große weigert sich standhaft Champignons zu essen. Da es Papas Lieblingspilze sind, stehen sie leider aber recht oft in verschiedenen Varianten auf dem Tisch. Nicht nur, dass sie lecker sind, sie sind auch noch gesund: Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Kalium, Eisen, Zink, alles drin. Bei dieser Variante konnte niemand widerstehen, es schmeckt einfach superlecker! Die braunen Champignons kosten meistens etwas mehr, sind aber noch schmackhafter.

  • 300g Nudeln
  • 500g braune oder weiße Champignons
  • 1 große Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zweige Thymian
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 10g Parmesan, und noch mehr zum Bestreuen nach Belieben
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Olivenöl, Butter

Erstmal das Wasser für die Nudeln aufsetzen, wenn es kocht ordentlich salzen. Pro Liter rechne ich in etwa einen Teelöffel. Die Nudeln nach Packungsanweisung oder wie beschrieben kochen und abgießen. In der Zwischenzeit die Schalotte, die Thymianblätter, die Petersilie und den Knoblauch schälen und so klein wie möglich hacken. Die Pilze dürfen nicht gewaschen werden, sie saugen das Wasser zu schnell auf. Stattdessen dreckige Stellen mit einem Küchenpapier oder einer Zahnbürste entfernen und das Stielende abschneiden. Dann die Champignons in dünne Scheiben schneiden und den Parmesan fein reiben.

Jetzt in einem Topf mit dem schwersten zu findenden Boden (vielleicht ein Le Creuset,perfekt!) etwas Olivenöl und ein ordentliches Stück Butter erhitzen und die Pilze hinzugeben. Etwa 5 Minuten anbraten, dann die Schalotte, den Knoblauch und den Thymian hinzugeben und weiter anbraten, bis die Schalotten glasig sind, aber nicht braun. Dann die Gemüsebrühe hinzugeben, optimalerweise hätten wir sie schon vorher erhitzt, aber es geht auch so. Zum Schluss mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterrühren.

Nun nur noch Nudeln in den Teller geben, Pilzragout und etwas Parmesan darüber und genießen!

Unsere Weinempfehlung
Dazu einen schönen Pfälzer Riesling!

Spaghetti Carbonara

Spaghetti Carbonara

Spaghetti Carbonara

… mit lecker geröstetem Serrano-Schinken

Es soll fix gehen? Das hier ist eine ganz schnelle Nummer! Und es gibt nur eine klitzekleine Sache, die schief gehen kann. Aber das erzähl ich Euch ja jetzt …

Zutaten für 4 Personen

  • 500g Spaghetti
  • 3 Eigelb
  • 250ml Sahne
  • 250g gehobelten Parmesan
  • 200g Serrano-Schinken, klein geschnitten
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Im größten zur Verfügung stehenden Topf das Wasser für die Nudeln aufsetzen, Nudeln wollen schwimmen! Das Wasser ordentlich salzen, die Nudeln sollen nach dem Kochen schon so salzig sein, dass nicht mehr nachgesalzen werden muss. Der Schinken und der Parmesan sind ebenfalls schon recht salzig.

Die Eigelb mit der Sahne und dem Parmesan vermischen und bereit stellen. In einer Pfanne etwas Olivenöl nicht zu stark erhitzen und den Schinken leicht anrösten. Das ganze muss mit Behutsamkeit durchgeführt werden, da sowohl Olivenöl, als auch der Schinken bei starker Hitze gesundheitsschädliche Stoffe entwickeln.

Die Nudeln gar kochen, abtropfen und zurück in den heißen Kochtopf geben. Die Eier-Sahne Mischung und den Schinken drauf geben und umrühren. Jetzt kommt der wichtige Moment, damit es eine wunderbar cremige Carbonara gibt! Noch ist die Eier-Sahne-Mischung wahrscheinlich zu flüssig, bei Erhitzung wird sie dann schön cremig und bei zu großer Hitze (über 70°C) stockt sie und wird trocken. Wie viel umgerührt und eventuell erhitzt werden muss, hängt auch vom Herd und Kochtopf ab. Bei meinem Gasherd reicht in der Regel die Resthitze, bei elektrischen muss oft noch weiter erhitzt werden, damit die Spaghetti cremig werden. Das sieht man ganz gut beim umrühren auf dem Topfboden, wenn die Eier-Sahne beginnt sich wie ein flüssiger Pudding zu verhalten. Nach belieben mit schwarzem Pfeffer bestreuen und dazu Coca Cola und als Musik Spliff‘s „Caaarbonara …“

Labskaus

Labskaus

Labskaus a la Oma Gisela

Bei Labskaus verziehen die meisten den Mundwinkel nach unten: „Nee, ich mag keinen Fisch.“ Dabei ist da gar kein Fisch drin! Zwar gehört der Rollmops dazu, dieser erfreut sich jedoch auch bei Fischvermeidern einer meist erstaunlichen Beliebtheit. Den Rollmops hole ich beim örtlichen Fischhändler und auf dem Markt bekomme ich eine unglaublich leckere, eingelegte Rote Beete. Sonst müsste man das wahrscheinlich selber machen. Das Corned Beef muss das argentinische der Marke Exeter sein. Zumindest wenn es das von der Oma Gisela sein soll. Wie sehr sich die Oma wohl gefreut hätte, wenn sie hören könnte, dass ihre Enkeltochter ihr Labskaus zum Leibgericht erkoren hat.

Zutaten

  • 500g festkochende Kartoffeln
  • 500g Corned Beef
  • 500g eingelegte Rote Beete in eigenem Saft
  • 500g Gewürzgurken
  • 100g weiche Butter
  • 4 Eier
  • 4 Rollmöpse mit ein paar Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer

Wie es sich für ein leckeres Piratenessen gehört, sind alle Zutaten hier ewig haltbar. Die vitaminreichen Gurken und rote Beeten beugen Skorbut vor. Auch wenn man schon unter Skorbut leidet ist das Gericht sehr praktisch, weil man die wackelnden Zähne kaum benutzen muss!

Los geht‘s: 1 Bier kalt stellen oder -falls vorhanden- ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank holen, aufmachen und einen großen Schluck trinken. Dann die Kartoffeln schälen und in kräftig gesalzenem Wasser kochen, auf kleiner Flamme kurz das Wasser ausdampfen und etwas abkühlen lassen. Die Kartoffeln stampfen oder durch die Presse drücken, Butter und Corned Beef hinzufügen. Etwas Saft von den Gewürzgurken und der roten Beete kommt auch mit rein, dann bei kleiner Flamme umrühren bis ein einheitlicher Fleisch-Kartoffel-Brei entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Eier in die Pfanne hauen, auf eine anständige Portion Labskaus gehört mindestens ein Spiegelei! Dann nur noch anrichten: Labskaus auf den Teller, Spiegelei drauf und die restlichen Zutaten rundherum garnieren. Fertig!